Eine bundesweit gehörte liberale Stimme

Am 18. September 1945 erschien die erste Ausgabe der Stuttgarter Zeitung. Ihre Gründung stand für den demokratischen Neuanfang der Presse in Württemberg. Auch 75 Jahre danach pflegt die bundesweit beachtete Qualitätszeitung aus Stuttgart ihre liberale Grundhaltung. Verändert hat sich die Art ihrer Verbreitung: die digitalen Möglichkeiten bewirken, dass die Inhalte der Stuttgarter Zeitung heute ein größeres Publikum erreichen denn je.

Die Zeitung bekommt ein Gesicht

Die Stuttgarter Zeitung startet 1945 als sogenannte Lizenzzeitung. Erteilt wird die Lizenz von der amerikanischen Militärregierung, die das demokratische Denken in Deutschland mit Hilfe parteipolitisch unabhängiger Zeitungen nachhaltig verankern will. Die Gründung wird durch die US-Offiziere John H. Boxer und William Sailer vorbereitet. Auf Boxer geht auch der schnörkellose Zeitungstitel „Stuttgarter Zeitung“ zurück. Als Gewährsträger für eine demokratische Presse und damit als geeignete Herausgeber wählen die Amerikaner Josef Eberle, Karl Ackermann und Henry Bernhard aus. Bernhard und Ackermann scheiden bald wieder aus und erhalten den Auftrag die „Stuttgarter Nachrichten“ und den „Mannheimer Morgen“ zu gründen. Erich Schairer und Franz Karl Maier rücken an ihre Stelle. Von 1954 an ist Eberle alleiniger Herausgeber. Mehr als 25 Jahre lang bestimmt er als Herausgeber und Redaktionschef die Geschicke der Stuttgarter Zeitung und begründet ihren Ruf als Qualitätszeitung, die Haltung zeigt und Haltung bewahrt. In einem seiner ersten Leitartikel 1945 schreibt Eberle:

„Im Bewusstsein an unsere Verantwortung und im Glauben an die geistige Wiedergeburt unseres Volkes wollen wir Brücken schlagen zurück in die Zeit unserer großen Geister und hinaus über alles jetzt noch Trennende hinweg zu den anderen Völkern der Welt. Es liegt an uns, ob wir Besiegte von heute zu den Siegern von morgen zählen dürfen, zu den Siegern des Geistes über Barbarei, Rechtlosigkeit und Gewalt.“ Diese Grundhaltung verbunden mit der liberalen Unabhängigkeit wird zum Leitmotiv der Stuttgarter Zeitung.

Die StZ erscheint in einer Auflage von 400.000 Exemplaren, zunächst allerdings nur zweimal pro Woche, mittwochs und samstags – zum Preis von 20 Pfennig. Der Umfang beträgt sechs Seiten, weil Papier in der unmittelbaren Nachkriegszeit Mangelware ist. Das ändert sich. Von Mitte 1949 an erscheint die Stuttgarter Zeitung täglich. Sie entwickelt sich und geht in die Breite. Bis zu 60 Seiten ist sie in den 1960er Jahren dick. 1966 erhält die Stuttgarter Zeitung erstmals einen formellen Chefredakteur: Rainer Tross.

Eine neue Struktur für das Zeitungshaus

Soziales Markenzeichen der Stuttgarter Zeitung ist die Weihnachtsaktion Hilfe für den Nachbarn, die 1970 mit einer Spielzeugsammlung für arme Kinder startet und ihren Radius in den Folgejahren mit Unterstützung der Leserinnen und Leser stetig erweiterte. Für bedürftige Menschen in Stuttgart und der Region stehen heute jährlich rund 1,6 Millionen Euro an Spendengeldern bereit.

1972 schlägt die Geburtsstunde des „Stuttgarter Modells“, das sich mit dem Herausgeber Eugen Kurz verbindet, der auf Josef Eberle folgt. Kurz organisiert das südwestdeutsche Pressewesen neu, indem er ein Netz bedeutender Kooperationen mit anderen Zeitungen knüpft. Es beruht auf dem Prinzip der Kooperation auf Verlagsebene bei strikter Selbständigkeit der Redaktionen. Gleichzeitig entsteht unter dem Dach der „Stuttgarter Zeitung“ die Stuttgarter Zeitungs-Anzeigengemeinschaft.

Am 14. Juni 1976 erfolgt der Ortswechsel: Nach 31 Jahren im traditionsreichen Tagblatt-Turm in der City zieht die Stuttgarter Zeitung ins neu erbaute Pressehaus nach Möhringen. Damit verbunden ist eine technische Innovation: Der Bleisatz in der Druckerei wird vom Lichtsatz abgelöst. In der Redaktion hält der Computer Einzug. Im selben Jahr bekommt die Stuttgarter Zeitung ein neues Layout: die Zeitung hat nun fünf statt vier Spalten.

Die Zeitung wird bunt – und regionaler

Am 19. April 1986 kommt Farbe in die Stuttgarter Zeitung – an diesem Tag erscheint erstmals die „Farbreportage“ im Lokalen. Eine Premiere gibt es 1995 in personeller Hinsicht. Erstmals leitet eine Frau – Suse Weidenbach – ein StZ-Ressort.

Parallel zu ihrer überregionalen Ausrichtung öffnet sich die Stuttgarter Zeitung auch stärker hin zur Region. Dem dient der Ausbau der Kreisredaktionen. Von 1996 an wird jeder der fünf umliegenden Kreise Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen, Rems-Murr und Göppingen mit einer eigenen Seite bedacht, die jeweils gewechselt werden. Auf diese Weise erhalten die Leserinnen und Leser eine auf ihren Wohnort zugeschnittene regionale Ausgabe. Später kommt eine seitdem vielfach ausgezeichnete Reportageseite hinzu. Im Lokalen geht der Blick zunehmend tiefer in die Stadtbezirke hinein. Mehrere sublokale Ausgaben entstehen.

Die Zeitung macht Journalismus, der honoriert wird

Von Anfang an profiliert sich die Stuttgarter Zeitung als Autorenzeitung. 1999 gelingt ihr ein weltweit beachteter Coup: Zwei StZ-Autoren werten einen Koffer mit persönlichen Dokumenten des Unternehmers Oskar Schindler aus, den ein Stuttgarter Ehepaar auf einem Dachboden in Hildesheim entdeckt hatte. Schindler hatte mit seiner Frau während des Zweiten Weltkriegs etwa 1.200 bei ihm angestellte jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung durch die Nazis bewahrt.

Die Arbeit der Redakteurinnen und Redakteure wird nicht nur von Leserinnen und Lesern, sondern auch von Jurys honoriert: mehrfach erhalten Redakteure der Stuttgarter Zeitung den renommierten Wächterpreis der deutschen Tagespresse. Dazu kommen viele andere Auszeichnungen. Gewürdigt wird regelmäßig auch die Gestaltung der Stuttgarter Zeitung.

Die Zeitung wird moderner und jünger

Im Juni 2003 geht im Pressehaus eine neue Druckstraße in Betrieb, die zu den modernsten in Europa zählt. Die Rollenoffset-Anlage der Firma König & Bauer ist mit 83 Metern länger als ein Jumbo-Jet. In der rund 100 Millionen Euro teuren Anlage der Pressehaus Stuttgart Druck GmbH werden außer der Stuttgarter Zeitung auch die Stuttgarter Nachrichten und viele andere Produkte gedruckt. 2005 erfolgt die Integration der Leonberger Kreiszeitung, der Kornwestheimer Zeitung und der Marbacher Zeitung in den Redaktionsverbund der Stuttgarter Zeitung.

Seit 1. Januar 2008 ist Joachim Dorfs Chefredakteur – der bisher sechste in der Geschichte der Stuttgarter Zeitung. Am 20. Juni 2009 vollzieht die StZ eine weitere Layoutreform. Die größte Veränderung betrifft das farbige Foto auf der Titelseite – der sogenannte Bildteaser. 2012 wird ein neues Redaktionssystem eingeführt, das die Verzahnung zwischen Print und Online vereinfachen soll. Und es entsteht die Stuttgarter Kinderzeitung als wöchentliches Angebot für die jüngsten Leser. Am 15. März 2014 erscheint sie zum ersten Mal.

Neue Strukturen und digitale Offensive

Die Bedeutung des digitalen Journalismus wächst. Die Stuttgarter Zeitung trägt dem Rechnung und gründet eine Digital Unit, die am 1. August 2015 an den Start geht. Ziel ist die Bündelung der Onlinekompetenzen von Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Stuttgart Internet Regional. Seinen Ausdruck findet das auch personell – in der Berufung von Swantje Dake, die 2015 als Leiterin der Digital Unit startet und 2018 Chefredakteurin Digital wird. Im Rahmen der Digitaloffensive werden die Online-Angebote stark ausgebaut – und stark nachgefragt. In die Zukunft weist auch die konsequente Umstellung auf digitale StZPlus-Bezahlinhalte. Tägliche Newsletter zu verschiedenen Themengebieten runden das digitale Angebot ab. Die Reichweite und die Zahl der digitalen Abonnenten vergrößern sich erheblich.

Gleichzeitig macht sich die Stuttgarter Zeitung mit den Stuttgarter Nachrichten auf den „Neuen Stuttgarter Weg“ – eine Gemeinschaftsredaktion entsteht, mit dem Ziel, die journalistische Schlagkraft print wie online weiter zu erhöhen. Geführt wird sie von einer Redaktionsdirektion, in der Chefredakteur Joachim Dorfs die Stuttgarter Zeitung vertritt. Die Marken bleiben trotz Gemeinschaftsredaktion getrennt, unterstützt durch Titelautoren, die exklusiv für die Zeitungstitel arbeiten. Das StZ-Angebot wird erweitert durch „Ideenwerk“, eine Zeitung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen in Baden-Württemberg, sowie das StZ-Magazin.

2016 übernimmt die Stuttgarter Zeitung die Mehrheit der Eßlinger Zeitung – die Vorstufe zur Bildung einer großen Mantelredaktion im Jahr 2020 mit zentraler Seitenproduktion im Rahmen des SWMH-weiten Medienhausprojektes. Mit Anne Guhlich erhält die StZ 2020 erstmals eine weibliche stellvertretende Chefredakteurin. In diesem Jahr feiert die Stuttgarter Zeitung auch ihren 75. Geburtstag.

  • 1945

Die Zeitung bekommt ein Gesicht

Die Stuttgarter Zeitung startet 1945 als sogenannte Lizenzzeitung. Erteilt wird die Lizenz von der amerikanischen Militärregierung, die das demokratische Denken in Deutschland mit Hilfe parteipolitisch unabhängiger Zeitungen nachhaltig verankern will. Die Gründung wird durch die US-Offiziere John H. Boxer und William Sailer vorbereitet. Auf Boxer geht auch der schnörkellose Zeitungstitel „Stuttgarter Zeitung“ zurück. Als Gewährsträger für eine demokratische Presse und damit als geeignete Herausgeber wählen die Amerikaner Josef Eberle, Karl Ackermann und Henry Bernhard aus. Bernhard und Ackermann scheiden bald wieder aus und erhalten den Auftrag die „Stuttgarter Nachrichten“ und den „Mannheimer Morgen“ zu gründen. Erich Schairer und Franz Karl Maier rücken an ihre Stelle. Von 1954 an ist Eberle alleiniger Herausgeber. Mehr als 25 Jahre lang bestimmt er als Herausgeber und Redaktionschef die Geschicke der Stuttgarter Zeitung und begründet ihren Ruf als Qualitätszeitung, die Haltung zeigt und Haltung bewahrt. In einem seiner ersten Leitartikel 1945 schreibt Eberle:

„Im Bewusstsein an unsere Verantwortung und im Glauben an die geistige Wiedergeburt unseres Volkes wollen wir Brücken schlagen zurück in die Zeit unserer großen Geister und hinaus über alles jetzt noch Trennende hinweg zu den anderen Völkern der Welt. Es liegt an uns, ob wir Besiegte von heute zu den Siegern von morgen zählen dürfen, zu den Siegern des Geistes über Barbarei, Rechtlosigkeit und Gewalt.“ Diese Grundhaltung verbunden mit der liberalen Unabhängigkeit wird zum Leitmotiv der Stuttgarter Zeitung.

Die StZ erscheint in einer Auflage von 400.000 Exemplaren, zunächst allerdings nur zweimal pro Woche, mittwochs und samstags – zum Preis von 20 Pfennig. Der Umfang beträgt sechs Seiten, weil Papier in der unmittelbaren Nachkriegszeit Mangelware ist. Das ändert sich. Von Mitte 1949 an erscheint die Stuttgarter Zeitung täglich. Sie entwickelt sich und geht in die Breite. Bis zu 60 Seiten ist sie in den 1960er Jahren dick. 1966 erhält die Stuttgarter Zeitung erstmals einen formellen Chefredakteur: Rainer Tross.

  • 1970

Eine neue Struktur für das Zeitungshaus

Soziales Markenzeichen der Stuttgarter Zeitung ist die Weihnachtsaktion Hilfe für den Nachbarn, die 1970 mit einer Spielzeugsammlung für arme Kinder startet und ihren Radius in den Folgejahren mit Unterstützung der Leserinnen und Leser stetig erweiterte. Für bedürftige Menschen in Stuttgart und der Region stehen heute jährlich rund 1,6 Millionen Euro an Spendengeldern bereit.

1972 schlägt die Geburtsstunde des „Stuttgarter Modells“, das sich mit dem Herausgeber Eugen Kurz verbindet, der auf Josef Eberle folgt. Kurz organisiert das südwestdeutsche Pressewesen neu, indem er ein Netz bedeutender Kooperationen mit anderen Zeitungen knüpft. Es beruht auf dem Prinzip der Kooperation auf Verlagsebene bei strikter Selbständigkeit der Redaktionen. Gleichzeitig entsteht unter dem Dach der „Stuttgarter Zeitung“ die Stuttgarter Zeitungs-Anzeigengemeinschaft.

Am 14. Juni 1976 erfolgt der Ortswechsel: Nach 31 Jahren im traditionsreichen Tagblatt-Turm in der City zieht die Stuttgarter Zeitung ins neu erbaute Pressehaus nach Möhringen. Damit verbunden ist eine technische Innovation: Der Bleisatz in der Druckerei wird vom Lichtsatz abgelöst. In der Redaktion hält der Computer Einzug. Im selben Jahr bekommt die Stuttgarter Zeitung ein neues Layout: die Zeitung hat nun fünf statt vier Spalten.

  • 1986

Die Zeitung wird bunt – und regionaler

Am 19. April 1986 kommt Farbe in die Stuttgarter Zeitung – an diesem Tag erscheint erstmals die „Farbreportage“ im Lokalen. Eine Premiere gibt es 1995 in personeller Hinsicht. Erstmals leitet eine Frau – Suse Weidenbach – ein StZ-Ressort.

Parallel zu ihrer überregionalen Ausrichtung öffnet sich die Stuttgarter Zeitung auch stärker hin zur Region. Dem dient der Ausbau der Kreisredaktionen. Von 1996 an wird jeder der fünf umliegenden Kreise Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen, Rems-Murr und Göppingen mit einer eigenen Seite bedacht, die jeweils gewechselt werden. Auf diese Weise erhalten die Leserinnen und Leser eine auf ihren Wohnort zugeschnittene regionale Ausgabe. Später kommt eine seitdem vielfach ausgezeichnete Reportageseite hinzu. Im Lokalen geht der Blick zunehmend tiefer in die Stadtbezirke hinein. Mehrere sublokale Ausgaben entstehen.

  • 1996

Die Zeitung macht Journalismus, der honoriert wird

Von Anfang an profiliert sich die Stuttgarter Zeitung als Autorenzeitung. 1999 gelingt ihr ein weltweit beachteter Coup: Zwei StZ-Autoren werten einen Koffer mit persönlichen Dokumenten des Unternehmers Oskar Schindler aus, den ein Stuttgarter Ehepaar auf einem Dachboden in Hildesheim entdeckt hatte. Schindler hatte mit seiner Frau während des Zweiten Weltkriegs etwa 1.200 bei ihm angestellte jüdische Zwangsarbeiter vor der Ermordung durch die Nazis bewahrt.

Die Arbeit der Redakteurinnen und Redakteure wird nicht nur von Leserinnen und Lesern, sondern auch von Jurys honoriert: mehrfach erhalten Redakteure der Stuttgarter Zeitung den renommierten Wächterpreis der deutschen Tagespresse. Dazu kommen viele andere Auszeichnungen. Gewürdigt wird regelmäßig auch die Gestaltung der Stuttgarter Zeitung.

  • 2003

Die Zeitung wird moderner und jünger

Im Juni 2003 geht im Pressehaus eine neue Druckstraße in Betrieb, die zu den modernsten in Europa zählt. Die Rollenoffset-Anlage der Firma König & Bauer ist mit 83 Metern länger als ein Jumbo-Jet. In der rund 100 Millionen Euro teuren Anlage der Pressehaus Stuttgart Druck GmbH werden außer der Stuttgarter Zeitung auch die Stuttgarter Nachrichten und viele andere Produkte gedruckt. 2005 erfolgt die Integration der Leonberger Kreiszeitung, der Kornwestheimer Zeitung und der Marbacher Zeitung in den Redaktionsverbund der Stuttgarter Zeitung.

Seit 1. Januar 2008 ist Joachim Dorfs Chefredakteur – der bisher sechste in der Geschichte der Stuttgarter Zeitung. Am 20. Juni 2009 vollzieht die StZ eine weitere Layoutreform. Die größte Veränderung betrifft das farbige Foto auf der Titelseite – der sogenannte Bildteaser. 2012 wird ein neues Redaktionssystem eingeführt, das die Verzahnung zwischen Print und Online vereinfachen soll. Und es entsteht die Stuttgarter Kinderzeitung als wöchentliches Angebot für die jüngsten Leser. Am 15. März 2014 erscheint sie zum ersten Mal.

  • 2015

Neue Strukturen und digitale Offensive

Die Bedeutung des digitalen Journalismus wächst. Die Stuttgarter Zeitung trägt dem Rechnung und gründet eine Digital Unit, die am 1. August 2015 an den Start geht. Ziel ist die Bündelung der Onlinekompetenzen von Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Stuttgart Internet Regional. Seinen Ausdruck findet das auch personell – in der Berufung von Swantje Dake, die 2015 als Leiterin der Digital Unit startet und 2018 Chefredakteurin Digital wird. Im Rahmen der Digitaloffensive werden die Online-Angebote stark ausgebaut – und stark nachgefragt. In die Zukunft weist auch die konsequente Umstellung auf digitale StZPlus-Bezahlinhalte. Tägliche Newsletter zu verschiedenen Themengebieten runden das digitale Angebot ab. Die Reichweite und die Zahl der digitalen Abonnenten vergrößern sich erheblich.

Gleichzeitig macht sich die Stuttgarter Zeitung mit den Stuttgarter Nachrichten auf den „Neuen Stuttgarter Weg“ – eine Gemeinschaftsredaktion entsteht, mit dem Ziel, die journalistische Schlagkraft print wie online weiter zu erhöhen. Geführt wird sie von einer Redaktionsdirektion, in der Chefredakteur Joachim Dorfs die Stuttgarter Zeitung vertritt. Die Marken bleiben trotz Gemeinschaftsredaktion getrennt, unterstützt durch Titelautoren, die exklusiv für die Zeitungstitel arbeiten. Das StZ-Angebot wird erweitert durch „Ideenwerk“, eine Zeitung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen in Baden-Württemberg, sowie das StZ-Magazin.

2016 übernimmt die Stuttgarter Zeitung die Mehrheit der Eßlinger Zeitung – die Vorstufe zur Bildung einer großen Mantelredaktion im Jahr 2020 mit zentraler Seitenproduktion im Rahmen des SWMH-weiten Medienhausprojektes. Mit Anne Guhlich erhält die StZ 2020 erstmals eine weibliche stellvertretende Chefredakteurin. In diesem Jahr feiert die Stuttgarter Zeitung auch ihren 75. Geburtstag.